DerSemit

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Das Gespenst des Philosemitismus

Wie es die arme taz auch macht, sie wird von allen Seiten angegriffen. Entweder ist sie Sprecherin der „zärtlichsten Stimme für angewandten Israelhass“ und druckt den „antisemitischsten Artikel seit Ende des Nationalsozialismus“, wie es der Hysteriker Clemens Heni behauptet, oder: die taz macht sich zum Sprachrohr der Neozionisten und vertritt Broders absurde und zynische Meinung, man würde für Kritik an Israel „Holocaustüberlebende als Kronzeugen vermarkten“. Bei Broder waren es noch „Berufsüberlebende“. Wenn Juden ihr Überleben so konsequent und leidenschaftlich betreiben, dass es fast schon wie ein Beruf aussieht, dann sind sie Berufsüberlebende. Neu ist nur, dass Klaus Hillebrand von der taz solche Menschen als „Philosemiten übelster Sorte“ bezeichnet.
Bei Broder werden sie noch als selbst hassende Juden und Antisemiten bezeichnet. Aber in seiner Unbedarftheit, Naivität und Philosemitismsus hat Hildebrand das bestätigt, was ich schon immer sage. Es gibt keinen Unterschied zwischen Antisemiten und Philosemiten, beides ist „übelster Sorte“, beides beurteilt Juden nicht für das, was sie tun oder darstellen, sondern dafür, dass sie Juden sind. Solche Freunde Israels und des Judentums wie Klaus Hillebrand können mir gestohlen bleiben, wobei ich ja auch noch davon ausgehen muss, dass er mich als Antizionisten gar nicht zur Kenntnis nehmen wird. Sein Beitrag in der taz vom 4.7.2010 zeigt allerdings, dass er keine Ahnung hat wovon er spricht und ein Thema kommentiert, von dem er besser die Finger gelassen hätte. Denn es werden zu viele absurde und idiotische Beiträge zum Nahost-Konflikt und über Antisemitismus und Antizionismus geschrieben, dass man gar nicht so viel essen möchte, wie man kotzen könnte. Hillebrand weiß, dass der politische Zionismus kurz vor der Wende vom 19. auf das 20. Jahrhundert entstanden ist. Das ist richtig, aber hier hört schon seine Kompetenz auf. Wäre Hillebrand bei seinem Leisten geblieben, dann hätte er sich Kopfschütteln und Häme erspart. Naiv und selbstgerecht greift er Kritiker der israelischen Politik und des Zionismus an, weil sie im Zionismus das Grundübel für die bestehenden Spannungen und Menschenrechtsverletzungen in der Region sehen. Er schreibt: „Folgt man dieser Argumentation, so ist eine „Lösung“ des Nahostkonflikts nur möglich, wenn der Zionismus verschwindet“. Er selber möchte dieser Argumentation selbstverständlich nicht folgen. Dabei liegt es doch auf der Hand, dass mit dem Verschwinden der zionistischen Ideologie, der Konflikt ebenfalls verschwinden wird. Das bedeutet nicht, dass der Staat Israel verschwinden soll, wie es offensichtlich Hillebrand versteht, sondern, dass der Staat sich ideologisch neu ausrichtet und nicht mehr ein Staat nur für Juden bleibt, sondern endlich ein säkularer Staat für alle seine Einwohner wird. Sein Unverständnis des Konflikt zeigt Hillebrand gleich wieder, wenn er meint, dass mit jeder Staatsgründung Menschenrechtsverletzungen verbunden sind und man deshalb Israel nicht verurteilen darf. Vergessen hat er, oder er findet es unbedeutend, dass die Staatsgründung Israels schon 62 Jahre zurückliegt und die Menschenrechtsverletzungen immer noch Tag für Tag stattfinden. Darauf suchen wir eine Antwort und eine Lösung. Hillebrand gibt zu, dass die jüdische Einwanderung Teil des Problems geworden ist. Leider aber ist die Einwanderung eine unendliche und nicht enden wollende Geschichte, und auch wenn es „dank der zionistischen Bewegung gelungen ist Zehntausenden von Juden die rettende Flucht zu ermöglichen“, so ist aber diese zionistische Bewegung auch verantwortlich für die Flucht von hundert tausenden Palästinensern. Darüber verschwendet Hillebrand kein einziges Wort. Lächerlich und absurd wird Hillebrand aber, wenn er antizionistische Kritik an israelischen Siedlungen auf besetztem Gebiet für überflüssig hält, „weil diese Siedlungen auch von den meisten Israelis abgelehnt werden, und viele der Siedler keineswegs Zionisten sind, sondern religiöse Juden“. Spätestens hier wird es komisch und gehört eigentlich in die Titanik. Was hat es denn den Palästinensern in 62 Jahren gebracht, geholfen und genutzt, dass die meisten Israelis die Siedlungen ablehnen und nicht alle Siedler Zionisten sind? Gar nicht! Ihr Land ist immer noch besetzt und es werden noch immer täglich neue Häuser und neue Siedlungen gebaut. Angesichts dieser Tatsache und der berechtigten Kritik an den israelischen Zionismus, auch von jüdischer Seite, ist es eine Unverschämtheit oder gar eine jiddische Chuzpeh, zu behaupten, es würde uns, die wir diese zionistische Politik kritisieren, um eine „radikale Ablehnung eines existierenden, völkerrechtlich anerkannten Staates“ gehen. Klaus Hillebrand hat keine Ahnung, aber eine Meinung zu einem Problem, von dem er nichts versteht. Israel ist nicht völkerrechtlich anerkannt, weil Israel noch keine Grenzen kennt bzw. genannt hat, innerhalb derer es diesen Staat geben soll. Wenn, dann ist auch ein palästinensischer Staat anerkannt. Wo Herr Hillebrand sehen Sie diesen Staat. Etwa in den besetzten Gebieten, wo ein Apartheidregime herrscht? Und die Tatsache, dass auch viele Juden außerhalb Israels den jüdischen Staat grundsätzlich bejahen, hat so viel damit zu tun, dass die BILD Deutschland beste Zeitung ist, weil sie die größte Zustimmung von der Bevölkerung hat. Für alle Juden in der Welt, von Berlin bis San Francisco, ist Israel eine jüdische Kolonie und eine interessante Geldanlage, wo man Geld in Häuser investiert, die auf geraubtem arabischen Boden gebaut wurden. Haben Sie das gewusst? Möglicherweise ist die Beendigung der zionistischen Ideologie kein Garant für den „ewigen Frieden im Heiligen Land“, aber die Fortsetzung dieser aggressiven und rassistischen Ideologie ganz sicher nicht. Und schließlich frage ich mich, woher Sie als Angehöriger eines Volkes, dass meine Großeltern und fast meine gesamte Familie ermordet hat, sich das moralische Recht nehmen über mich und anderen Juden, die gegen einen „jüdischen Nationalismus“ sind, ein Urteil zu fällen. Sie sollten lieber schweigen, oder sachlicher argumentieren. Wie kommen Sie darauf, dass Sie, als Deutscher, gegen den deutschen Nationalismus sein dürfen, wir aber nicht gegen den jüdischen Nationalismus? Und wie kommen Sie darauf, dass eine Eliminierung des jüdischen Nationalismus etwas mit Ressentiments gegen Angehörige der jüdischen Religionsgemeinschaft zu tun hat? Ich und viele andere, wie zB eine Autorin der taz, Iris Hefets, sind auch Juden und wir haben sicher keine Ressentiments gegen Juden, wenn wir auch Juden wie Henryk M. Broder und andere zu tiefst verabscheuen, weil sie eben diesen jüdischen Nationalismus verbreiten, der genauso verabscheuungswürdig ist, wie jeder andere Nationalismus. Ihre Zeitung, in der Sie immerhin Chef vom Dienst sind, versucht seit längerer Zeit den Eiertanz zwischen Philosemitismus und Antisemitismus und es gelingt ihr nicht. Sie bringen Artikel von Kramer und werden angegriffen und sie bringen Artikel von Hefets und werden angegriffen. Das hat man davon, wenn man keine klare, anständige und demokratische Position hat, die auf Recht, Gerechtigkeit und Moral basiert, und zwar für alle Völker, nicht nur für das jüdische Volk.
Abraham Melzer DER SEMIT

Kommentare (16)
  • schalom
    Coksen kann inetresant sein :
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    http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/8006/page/1
  • schalom
    Seid frech und laut!«Der PR-berater Klaus Kocks über Israels schlechtes Image und Mittel dagegen
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    Falsch Herr Kocks , die zionistische Propaganda leuft in ganz anderen Richtung , nämlich , antisemitismuss erfinden vordern und vördern lassen um die Opferstatus zu verlengern .
    Also mit ihre gehofte Martklücke wird nicht , sie mussen sich von neue orientiren .
  • schalom
    http://www.woz.ch/artikel/2010/nr26/international/19495.html

    Sehr interesant .
  • Ibn Rainer  - Verunsichert...antisemitisch oder nicht?
    Shalom aleychem,

    wenn man selber ein wenig schreibt (in meinem Fall natürlich nur laienhaft), dann kommt man schon das eine oder andere mal ins zweifeln:
    "Ist das jetzt antisemitisch?"
    Das war z.B. so, als ich diesen Artikel verfasst hatte.
    DIE WELT - In guter alter Tradition?

    Die Antideutschen und Protagonisten wie der Broder machen es einem Deutschen echt nicht leicht Kritik zu üben.

    Ibn Rainer
  • schalom
    :) Super .Ich hab leider mein Akont verzokt als ich in einem Komentar in "Die Welt" -online ein vorschlag machte die sollen die Zeitungtitel in "Der Stürmer " umbenennen . He , pech gehabt .
    Sicherlich nur die aufklärung und fakten, fakten , fakten, sind nötwendig . Es ist Zeit die wahre Geschichte aus die gefangenschaft der verfälscher zu befreien . Die Wahrheit ist wirksamste Waffe . Atombomben brauchen nur derjenige die keine Argumente haben .

  • schalom
    Eine schreibt mir per E-mail , wie komme ich auf so 'ne Idee Muslime zu verteidigen wobei die nie etwas anständiges vollbrachte , srpich -satelitetn moderne hig-tech .
    - Weil die Muslimen niemals Eroberungskriege geplant haben .
    Ich wüsste wirklich kein andere Anwohrt .


  • schalom
    http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/wie-bin-laden-nach-p renzlau-kam/

    Wie Bin Laden nach Prenzlau kam.
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    ;)
  • D.Arndt
    Auch wenn ich nicht jeden Philosemitismus mit Antisemitismus gleich setze ist er fürchterlich. So dieser in einen Philozionismus ausartet wird es noch schlimmer. Da kann ich dann auch nicht mehr zwischen Antisemiten und Philosemiten unterscheiden. Sie verachten die Palis heute so, wie die Nazis Juden. Und jegliche Kritik am Zionismus ist gleich Antisemitismus. Das ist ein derart ordinärer und dämlicher Maskenball, den doch eigentlich jeder mit der Zeit durchschauen sollte. Das hat man davon dass man derart viel "ketzerische" jüdische Schriften von Zionismuskritikern liest. Ohne die wäre ich auf vieles nie gekommen. Heute wollte mir schon einer sehr rabiat verklicken, dass der Begriff Philosemitismus angeblich ein antisemitischer Begriff sei, der auch nur von Antisemiten benutzt würde. In solche hohle Hirne bekommt man einfach nichts rein. Und wenn dann noch Gerrt Wilders und Jabotinsky von diesen Philosemiten behobhudelt werden, ist meine Geduld am Ende. Die Welt und Broder...
  • schalom
    Broder auf die PR-Tuhr in Australien .
    Citat : Interview mit einer deutschen Wochenzeitung, die in Sydney erscheint. Die Fragen stellen zwei Jungredakteure. Erste Frage: Wie gefällt es Ihnen in Australien? Gut, sage ich, leider habe ich noch nicht viel gesehen. Zweite Frage: Dürfen wir Deutsche Israel kritisieren? Mir bleibt kurz die Luft weg. Ich bin um die halbe Welt geflogen, um eine Frage gestellt zu bekommen, die sogar den Deutschen unter den Fingernägeln brennt, die unter Aborigines leben. Kaum dass ich mich von dem Schock erholt habe, fällt mir auf, dass die beiden Jungredakteure kein Aufnahmegerät dabei haben. Entschuldigen Sie bitte, sage ich, nehmen Sie unser Gespräch überhaupt auf? Haben Sie irgendwo ein Knopfmikrofon, das ich nicht sehen kann?

    Nein, sagt die Jungredakteurin, wir haben den Rekorder in der Redaktion vergessen. - Vermutlich weil sie die ganze Zweit daran denken müssen, ob sie als Deutsche Israel kritisieren dürfen.
    -----------------------------------...
  • schalom
    Ich lach mich tot , daß müsste Broder seher geränkelt haben , das die Redaktouren im eine lektion verteilte . Broder kam vermüte ich nach Australien um Zionismus zu werben und sehe mal an diese Frage hat gesetzen wie Faust auf Auge . :D
  • schalom
    Satirisch gesehen

    Der von beruf hier hohgeblasene Zionist Henryk war neuerlich auf
    in Australien . In eigenem Auftrag suchte er vergäblich nach eine Kaffee oder Kneipe wo er seine Buch vorlesen köntte , aber leider niemand wohlte seiner Mist hören . Dan kam der runde Henrechchen , auf die Idee mit einem Kenguru ein interwew zu machen , den er musste wenigsten paar Fotos fürs seiner Pi -fans mitnehmen .

    Hallo ich bin Henryk komme aus Israel -sagte Henryk und zog seiner bekante läheln ala "Teresa Orlowski " ....

    -Finger weg von meine Beuthel du dieb - schrie der Kenguru und verpasste unsere arme würstschen so ein tritt in Bauch das er bewustlos an Boden fiel . Seitem weis der Arme nicht was er so vor sich demmert . Daher bitte ich euch nehmt im nicht übel wen er manchmal dumen Zeug redet , denn er weis selber nicht was mit ihn los ist .
  • schalom
    Iran hat die Atomzentrale geschaft . Schade Henryk Broder und seine Hamed haben der Kriegsübung umsonst gemacht .
    Das jemand noch diese zwei Klowns ernzt niemt zeugt nur von
    geistesarmut der deutsche Medien .
    So ist kein unterschied zwischen Spiegel , Die Welt , und die PI -Bolog . Gleiche Temen gleiche komentare , gleiche Islamofobie .
    Wie ein drietklasische Orkerstar .
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