DerSemit

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Lieber Micha Brumlik,

 

in der taz vom Freitag hast du wieder deinen Eiertanz vorgeführt, einerseits Israels Politik zu kritisieren und andererseits ein guter Zionist zu sein, der im mainstream bleibt. In letzter Zeit haben mich schon einige Anfragen erreicht: Was ist los mit Micha Brumlik? Er ist nicht Fleisch und nicht Fisch.

Du versucht den Mittelweg zu gehen und hast immer noch Angst um deine Karriere, obwohl du eigentlich nicht mehr viel zu erwarten hast. Deine Karriere, wenn man überhaupt von einer solchen sprechen kann, liegt ja bereits hinter dir. Jetzt könntest du doch die Dinge beim Namen nennen, aber du hast immer noch Angst und verwendest immer noch dumme Klischees.

Du schreibst, die Hamas sei antisemitisch. Das ist schlich falsch und perfide. Die Hamas ist keine zionistische Organisation, deshalb aber noch lange nicht antisemitisch. Du weißt leider zu wenig über die Hamas. Ich könnte dir einiges auf Hebräisch empfehlen, aber leider ist dein Hebräisch nicht gut genug, um es zu lesen und zu verstehen. Die Hamas vertritt die Interessen der vertriebenen und unterdrückten Palästinenser und hat keinen Grund Israel zu lieben. Im Gegenteil. Täglich gibt Israel der Hamas und den Palästinensern tausend Gründe es zu hassen. Das hat aber nichts mit Antisemitismus zu tun. Die Hamas würde auch die Türken hassen, wenn sie immer noch die Herren im Lande wären und eine ähnliche Politik betrieben, wie die Israelis.

Und dann ist da noch deine unsinnige und falsche Behauptung, dass die Deutschen bei der Diskussion um das Nahostproblem, einen Beitrag zur NS-Vergangenheit liefern. Manche vielleicht, aber sicher nicht alle und deine Unterstellung ist dumm und unberechtigt. Sie dienst nur dazu viele von der Beteiligung an dieser Debatte zu entfernen. Ich kann nur hoffen, das man dich da nicht ernst nimmt und die Absicht durchschaut.

Du bestreitest, dass der Staat Israel eine unmittelbare Folge des Holocaust sei. Das kannst du zwar machen, aber es ist dennoch nicht wahr. Du führst Gründe auf aber verschweigst dafür andere wesentliche Gründe. Hätte es die Judenverfolgung im Dritten Reich nicht gegeben, dann hätte es auch keine Masseneinwanderung nach Palästina in den 1930er Jahren gegeben, vor allem Flüchtlinge mit Kapital, die für eine jüdische Infrastruktur im Land gesorgt haben. Es hätte auch keine Abstimmung in der UN gegeben und vor allem es hätte auch keine Wiedergutmachung für den Staat Israel gegeben, der sich als Erbe der sechs Millionen ermordeten Juden ausgab. Ohne diese Gelder wäre der Staat pleite und alles wäre ein wenig anders und langsamer entstanden. Möglicherweise wäre der Zionismus weiter eine philanthropische Bewegung geblieben. Ich persönlich glaube nicht, dass Israel die Sympathien der Welt für seine Gründung bekommen hätte, wenn nicht das schlechte Gewissen der gesamten Welt da eine Rolle gespielt hätte. Abgesehen davon, dass die Gründung Israels durch einen UN-Beschluß sowieso völkerrechtlich umstritten ist. Es bestand für die Palästinenser keine rechtliche Notwendigkeit auf ihr Land zugunsten der Juden zu verzichten.

Und was ist denn Israel für die meisten Juden? Und was ist Israel für dich? Eine jüdische Kolonie im vorderen Orient, wo man privilegiert Urlaub machen kann? Was ist Israel für die Juden in der Welt etwas anderes als Indien bis 1947 für die Engländer oder Algier für die Franzosen? Eine jüdische Kolonie!

Ich will Israel das Existenzrecht nicht abstreiten. Der Staat existiert und es leben darin schon mehr Menschen, die dort geboren wurden, als solche, die dorthin eingewandert sind und natürlich arabisches Land geraubt und besetzt haben.

Wenn du aber meinst, die Frage wie die Sicherheit Israels und das Leben seiner Bewohner am effektivsten garantiert werden könne, sei umstritten, dann zeigst du wieder, dass du ideologisch dich noch nicht von der zionistischen Gehirnwäsche befreit hast. Israels Sicherheit kann weder durch Europa, schon gar nicht durch Deutschland und auch nicht von der USA garantiert werden. Israels Sicherheit liegt einzig und allein in den Händen der Israelis. Und mit dieser zum Untergang führenden Politik ist Israels Existenz natürlich gefährdet. Oder würdest du, wenn du Palästinenser wärest, all das Unrecht schlucken und auch noch den Israelis Sicherheit bis zum jüngsten Tag garantieren? Wohl nicht. Ich auch nicht.

 


 

 

Broders Bild der Woche

 Bild der Woche

 

Einst waren die Juden die Knechte der Ägypter, heute ist ein ägyptischer Intellektueller, der mit Islamkritik Karriere machen möchte, der Knecht der Juden. Er fährt den zynischen und fetten Gnom spazieren und dieser findet das auch noch lustig. Er zeigt ein V als Siegeszeichen und man fragt sich wen er gerade besiegt hat? Den ägyptischen Trottel, die deutschen Linken, die Israelkritiker oder Evelyn Hecht-Galinski in einem der vielen Prozesse, die er permanent und gleichzeitig führt.

Oder vielleicht ist es ihm auch gelungen einen Merkawa-Panzer zu organisieren und auf der Kölner Domplatte für Ordnung zu sorgen.

 

Jedenfalls, Broder ist glücklich und zufrieden und warum sollte er ea auch nicht sein, wenn ihn ein Knecht fährt und er sich ausruhen kann, während der Knecht treten muss.

 

Und so reisen beide durch Deutschland und erzählen jedem, der es wissen möchte, wie der Islam wirklich ist. Broder weiß es schon lange und hat damit schon viel Geld verdient (was er allerdings für Prozesse ausgeben muss) und sein Achmed, sein Sancho Pancha, muss alle Schweinereien bestätigen, die Broder so einfallen. Von der Figur her ist eigentlich Achmed der Don Quichotte und Broder der Diener, aber intellektuell ist es wohl umgekehrt und so spielt Don Quichotte den Sancho.

 

Lustig, nicht wahr.....

 

http://www.jungewelt.de/2010/07-01/011.php

1.07.2010 / Ausland / Seite 7

Israel gewarnt

UN-Sonderberichterstatter: Geplante Deportationen von Palästinensern sind als Kriegsverbrechen zu bewerten

Von Karin Leukefeld

Richard Falk, UN-Sonderberichterstatter für die Situation der Menschenrechte in den seit 1967 besetzten palästinensischen Gebieten, hat davor gewarnt, daß der dort von Israel geplante »Bevölkerungsaustausch« gemäß dem Völkerrecht als Kriegsverbrechen zu bewerten sei. Falk bezog sich dabei ausdrücklich auf den Fall von vier Palästinensern, denen Israel mit dem Entzug ihres Aufenthaltsrechts in Ostjerusalem droht.

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http://www.jungewelt.de/2010/06-29/015.php

Grenzenlose Schande

Der israelische Friedensblock Gush Shalom verbreitete eine Stellungnahme des Haganah-Veteranen Dov Yirmiya in Reaktion auf den Sturmangriff auf die Free-Gaza-Hilfsflotte am 31. Mai:


Ich bin einer von den noch übrigen Haganah-Veteranen, die in der britischen Armee gedient haben und danach zu den Initiatoren der illegalen Einwanderung für die Holocaustüberlebenden gehörte. Wir kämpften gegen die Mächte des siegreichen Großbritannien für das Recht, an den Küsten dieses Landes anzukommen. Ihre Kriegsschiffe und Soldaten, die gerade gegen den schlimmsten aller Feinde gekämpft und sie besiegt hatten, gingen nun dazu über, unsere Boote mit Wut und Haß zu bekämpfen, unsere Boote, die von den Küsten Italiens voll Überlebender aus der Nazihölle in dieses Land abfuhren. Die Kriegsschiffe jagten hinter ihnen her, schlossen sie ein, manchmal zerdrückten sie sie, schossen auf sie, töteten und verletzten viele ihrer Passagiere.

 

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HUMANITÄT UND TERRORISMUS
War die Gründung des Staates Israel in Palästina im Jahr 1948 Recht oder Unrecht?
Wie ist die Entwicklung seit dem Erweiterungskrieg von 1967 zu beurteilen?
Inwiefern war der Terroranschlag von 11.September 2001 auf die Zwillingstürme in USA güt oder Böse?
Wie steht es mit unserem anschliessenden Krieg in Irak, der dem Land Freiheit und den Tod zahlreicher Menschen brachte?

 


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